Die Meer-Möwen von Helsinki

Ohne Zweifel, eine Meer-Möwe ist ein tolles Tier, fliegt, läuft, schwimmt, sieht gut aus, ist lustig zu beobachten, wären da nicht seine akrobatischen Klimmzüge, die den Besuchern von Helsinki zur Belustigung der einen und zum Ärger der betroffenen, das Leben schwer machten…

Da wäre zum Beispiel die Dame, die soeben aus einer Confiserie an der renommierten Designer-Einkaufsstrasse Pohjosesplanadi mit einem wunderbaren Früchtekuchen auf dem Teller kam, diesen auf den Tisch vor der Confiserie abstellte und den dazugehörenden Stuhl zurechtrückte, sich setzte und nicht schlecht staunte, dass in diesen wenigen Sekunden des sich Einrichtens eine Meer-Möwe im Sturzflug sich den Früchtekuchen vom Teller schnappte. Betreten von der Situation schaute die Dame die anderen Gäste an, welche diesen Diebstahl der Meer-Möwe mit einem leichten Schmunzeln und vielleicht auch mit einer gewissen Schadenfreude, weil auch ihnen einmal dasselbe Schicksal widerfahren war, zur Kenntnis nahmen.

Ich selbst wurde ebenfalls Opfer einer noch dreisteren Angriffs-Technik eines solchen Vogels. In der neu renovierten Markthalle, unmittelbar beim Hafen, habe ich mir ein frisch zubereitetes Lachs-Sandwich, gut eingepackt in einer Serviette, servieren lassen. Mit diesem Sandwich begab ich mich nach draussen. Nach dem ersten Bissen spürte ich einen Luftzug an meinem rechten Ohr und ich war nur noch Besitzer einer gut geformten Serviette – ohne Inhalt. Diese kleine Geste war sehr grosszügig, konnte ich mir damit immerhin noch meinen Mund und die Finger säubern.

In der Zwischenzeit, so habe ich dieses Jahr gesehen, hat die Stadtverwaltung von Helsinki den immer frecher werdenden Raubzügen auf die geplagten Touristen den Kampf angesagt. Über den Marktständen sind Netze gespannt, welche ein «Durchfliegen» zwischen dem Segeltuch und den Tellern auf den Tischen praktisch verunmöglichen.

Ich bin gespannt, was sich auf die kommende Saison hin dieser aus meiner Sicht tolle Vogel für neue Raubstrategien zurechtlegen wird.

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